Rouven Schröder wird neuer Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach hat Rouven Schröder als neuen Sportdirektor verpflichtet. Der 50-Jährige wird sein Amt offiziell am 1. März 2026 antreten und löst damit Roland Virkus ab. Seine Verpflichtung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Verein mit nur drei Punkten aus sechs Spielen auf dem vorletzten Platz der Bundesliga steht.
Schröder bringt Erfahrung aus Führungspositionen bei RB Salzburg, FSV Mainz 05, RB Leipzig und Schalke 04 mit. Laut Berichten zahlte Gladbach bis zu einer Million Euro an Salzburg, um ihn vorzeitig aus seinem Vertrag zu lösen. Offiziell vorgestellt wird er auf einer Pressekonferenz am Donnerstag.
Der Club kämpft seit einigen Jahren mit sportlichen Problemen: In der Saison 2023/24 belegte man Platz 14, 2024/25 wurde man Zwölfter – beide Male entging man nur knapp den Relegationsspielen. Die Punktausbeute sank von 49 auf 42 Zähler, wobei besonders die Heimschwäche auffiel. Während Konkurrenten wie Hoffenheim von Platz 9 auf 7 kletterten, stagnierte Gladbach auf Augenhöhe mit Teams wie VfL Bochum oder dem FC Augsburg.
Schröder steht vor drängenden Aufgaben. Im Wintertransferfenster muss er schnell handeln, um einen dritten Abstieg der Vereinsgeschichte zu verhindern. Zudem gilt es, mit Spielern zu verhandeln, deren Verträge 2026 oder 2027 auslaufen. Ungelöst ist auch die Frage der Cheftrainerposition: Nach der Entlassung von Gerardo Seoane am 15. September übernimmt derzeit Eugen Polanski interimistisch das Amt.
Schröders Verpflichtung markiert einen Versuch, in einer kritischen Phase Stabilität zu schaffen. Seine Aufgaben sind klar: den Kader verstärken, Vertragsfragen klären und einen dauerhaften Chefcoach verpflichten. Der Bundesliga-Erhalt des Vereins hängt in den kommenden Monaten maßgeblich von seinen Entscheidungen ab.






