04 May 2026, 16:20

Rewe-Chef Souque wirft Schokoladenherstellern Preistreiberei trotz sinkender Kakaokosten vor

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen als Kostenfaktor für Familien nennt.

Rewe-Chef Souque wirft Schokoladenherstellern Preistreiberei trotz sinkender Kakaokosten vor

Lionel Souque, der Vorstandsvorsitzende von Rewe, wirft führenden Schokoladenherstellern vor, die Preise trotz sinkender Rohstoffkosten künstlich hochzuhalten. Besonders nannte er Marken wie Lindt und Mondelez, die seiner Ansicht nach ihre Preise nicht an den Rückgang der Kakaopreise angepasst hätten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Souque verwies auf das Beispiel der Milka-Alpenmilch-Tafel, deren Gewicht reduziert wurde, während der Preis unverändert blieb. Gleichzeitig betonte er, dass Rewe den Preis der hauseigenen Einstiegs-Schokoladentafel bereits zweimal gesenkt habe – zunächst auf 89 Cent, dann auf 79 Cent.

Zum Thema Mehrwertsteuersenkung erklärte Souque, Rewe werde die Preise im Durchschnitt anpassen, falls die Mehrwertsteuer sinke. Allerdings räumte er ein, dass nicht jedes Produkt günstiger werde, da die Anpassungen von der jeweiligen Preiskategorie abhängen würden.

Am Beispiel Schokolade kritisierte Souque die Hersteller dafür, die gesunkenen Kakaopreise nicht an die Verbraucher weiterzugeben. Seine Äußerungen erfolgten im Rahmen einer breiteren Debatte über faire Preisgestaltung im Lebensmitteleinzelhandel.

Souques Aussagen setzen die Markenhersteller unter Druck, ihre Preise an die gefallenen Rohstoffkosten anzupassen. Während Rewe bei der Eigenmarke die Preise gesenkt hat, bleiben die großen Hersteller bei ihren unveränderten Preisen. Die Diskussion über faire Preise und mögliche Mehrwertsteuersenkungen im Handel dauert an.

Quelle