Rettungsdienste in NRW kämpfen um Fachkräfte und schnelle Hilfe
Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen stehen vor wachsenden Herausforderungen. Während kleinere Städte Schwierigkeiten haben, Personal auszubilden und zu halten, locken Großstädte mit besseren Ressourcen Fachkräfte ab. Die Freien Wähler haben nun Forderungen vorgelegt, um diese Probleme zu lösen.
Nach geltendem Recht müssen die Kommunen in Nordrhein-Westfalen eine ausreichende Besetzung der Rettungsdienste sicherstellen. Doch die Ausbildung findet oft in Ballungsräumen statt, was dazu führt, dass kleinere Gemeinden ihr Personal an größere Städte verlieren. Viele dieser Kommunen verfügen weder über die finanziellen Mittel noch über die logistischen Kapazitäten, um eigene Kräfte auszubilden.
Der Verband warnt, dass eine bevorstehende Pensionierungswelle die Personalknappheit weiter verschärfen werde. Dies könnte zu längeren Wartezeiten auf Rettungswagen für die Bevölkerung führen. Zudem gibt es derzeit keine verbindlichen Vorgaben, wie schnell Krankenwagen am Einsatzort eintreffen müssen.
Um die Krise zu bewältigen, fordert der Verband Landeszuschüsse, die die Ausbildungsvergütung für angehende Rettungskräfte decken. Zudem soll die schulische Ausbildung vollständig von den zuständigen Behörden finanziert werden. Ein weiterer zentraler Punkt ist die gesetzliche Verankerung verbindlicher Höchstzeiten für den Eintreffzeitraum von Ersthelfern im Rettungsdienstgesetz. Zusätzlich wird die Einrichtung von Berufsfachschulen speziell für die Ausbildung von Rettungspersonal angestrebt.
Ohne Gegenmaßnahmen droht den Rettungsdiensten in Nordrhein-Westfalen ein massiver Personalmangel. Die vorgeschlagenen Schritte zielen darauf ab, den Zugang zu Ausbildungsplätzen zu verbessern, die Finanzierung zu sichern und klare Standards für Einsatzzeiten festzulegen. Damit könnten kleinere Kommunen ihr Personal besser halten und das Leistungsniveau der Notfallversorgung aufrechterhalten.






