13 March 2026, 18:17

Ramadan-Streit an Klever Schule: Warum Kinder heimlich naschen mussten

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Menge, einige klatschen, mit Stühlen, Tischen, Ballons, Vorhängen und einer Wand im Hintergrund und Lampen an der Decke, bei der Eröffnungsfeier einer neuen Schule.

Ramadan-Streit an Klever Schule: Warum Kinder heimlich naschen mussten

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve, Nordrhein-Westfalen, für Aufsehen gesorgt. Der Konflikt entzündete sich, als einige Schüler infrage stellten, ob ihre Mitschüler Snacks essen sollten, während andere fasteten. Medienberichte deuteten das Geschehen seitdem als Teil einer größeren kulturellen Debatte.

Der Streit begann in einer Grundschulklasse, in der muslimische Schüler den Ramadan einhielten. Wie die Bild-Zeitung berichtete, seien nichtfastende Kinder aufgefordert worden, diskret zu essen, um ihre fastenden Mitschüler nicht zu verärgern. Die Schlagzeile des Boulevardblatts, "Ramadan-Streit! Schüler müssen heimlich naschen", suggerierte, die Kinder hätten ihr Essen verstecken müssen.

Die Bezirksregierung Düsseldorf stellte später klar, dass es keine offizielle Regel gab, die von Schülern verlangte, ihr Essen zu verbergen. Die Behörden bezeichneten die Situation als typischen Kinderkonflikt und nicht als politisches Problem. Die Schule selbst führte eine Klassenratssitzung durch, um die Meinungsverschiedenheiten unter den Schülern zu klären.

Die zur Springer-Mediengruppe gehörende Bild inszenierte den Vorfall als kulturellen Konflikt um Migration und religiöse Anpassung. Eine spätere Schlagzeile, "Ramadan-Streit! Wie die Schule jetzt zurückrudert", deutete an, die Schule revidiere ihre Haltung. Doch weder die Bezirksregierung noch die Schulleitung bestätigten formelle Maßnahmen, um künftige Missverständnisse zu vermeiden.

Die Schule plant nun weitere Gespräche mit allen Beteiligten, um die Kommunikation zu verbessern und bestehende Spannungen abzubauen.

Der Vorfall bleibt vorerst ein lokales Streitthema, auch wenn die Medienberichterstattung ihm größere Bedeutung verliehen hat. Offizielle Änderungen der Schulregeln wurden nicht bekannt gegeben. Der Fokus liegt derzeit auf dem Dialog zwischen Lehrern, Eltern und Schülern, um weitere Reibereien zu verhindern.