17 June 2026, 18:03

Öffentlicher Dienst: Bis zu 17 Prozent mehr Gehalt für 2,5 Millionen Beschäftigte

Ingo Schäfer (SPD) hält Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst für angemessen

Öffentlicher Dienst: Bis zu 17 Prozent mehr Gehalt für 2,5 Millionen Beschäftigte

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Deutschland erhalten deutliche Gehaltserhöhungen durch einen neuen Tarifvertrag. Die Vereinbarung gilt für Angestellte auf Bundes- und Kommunalebene und sieht Lohnerhöhungen von bis zu 17 Prozent über zwei Jahre vor.

Ab dem 1. März 2024 steigen alle Grundgehälter im Rahmen des Tarifvertrags um 200 Euro. Zusätzlich gibt es eine weitere Erhöhung um 5,5 Prozent, sodass die Beschäftigten mindestens 340 Euro mehr erhalten. Insgesamt werden die Gehälter im öffentlichen Dienst innerhalb von 24 Monaten um bis zu 17 Prozent angehoben.

Die Einigung ist mit erheblichen Kosten verbunden. Die Bundesregierung rechnet für 2023 und 2024 mit Ausgaben von rund 5 Milliarden Euro, ab 2025 steigen die jährlichen Belastungen auf 3,75 Milliarden Euro. Die Kommunen müssen mit dauerhaften zusätzlichen Personalkosten in Höhe von etwa 17 Milliarden Euro rechnen. Gleichzeitig soll der Tarifabschluss die Attraktivität des öffentlichen Dienstes für Fachkräfte steigern.

Ingo Schäfer setzt sich für einen Altlastenfonds ein, um Städten wie Solingen, Remscheid und Wuppertal bei der Bewältigung der finanziellen Folgen zu helfen. Der Fonds soll noch in diesem Jahr eingerichtet werden, um den Kommunen mehr finanzielle Spielräume zu verschaffen.

Die Vereinbarung führt nicht nur zu höheren Löhnen und einer besseren Wettbewerbsfähigkeit bei der Personalgewinnung, sondern bedeutet auch langfristige finanzielle Verpflichtungen für Bund und Kommunen. Städte könnten durch den geplanten Altlastenfonds Entlastung bei den steigenden Kosten erfahren.

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