NRW streicht Wohneigentumsförderung – Bürger und Opposition empört
Sebastian SchulteNRW streicht Wohneigentumsförderung – Bürger und Opposition empört
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum überraschend eingestellt. Mit dem „NRW-Wohneigentumsprogramm“ erhielten Käufer bisher bis zu 10.000 Euro Unterstützung beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung. Die Entscheidung sorgt bei Bürgern für Frust und löst Kritik der Opposition aus.
Das Programm wurde während der Sommerpause von der unter Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) geführten Koalitionsregierung gestrichen. Allein in Solingen hatten seit 2022 insgesamt 419 Haushalte von der Förderung profitiert und dabei Fördergelder in Höhe von 2.889.156 Euro erhalten. Im Schnitt bekam jede Familie in der Stadt 6.895 Euro.
Die Freien Demokraten (FDP) verurteilen den Schritt als gebrochenes Versprechen. Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der Partei, forderte die Landesregierung auf, den Wohneigentumserwerb in Solingen nicht weiter zu erschweren. Kritiker sehen in der Entscheidung einen Teil einer größeren Entwicklung der schwarz-grünen Koalition, die den Kauf, Bau und das Wohnen in den eigenen vier Wänden zunehmend teurer und schwieriger mache. Nordrhein-Westfalen erhebt bereits die höchste Grunderwerbsteuer aller Bundesländer.
Mit der Streichung des NRW-Wohneigentumsprogramms fällt eine wichtige finanzielle Stütze für Immobilienkäufer weg. Haushalte in Solingen hatten durch die Förderung bereits erhebliche Unterstützung erhalten. Die Landespolitik steht weiterhin in der Kritik, während die Bürger mit steigenden Wohnkosten kämpfen.






