11 May 2026, 08:14

NRW startet Offensive gegen Messergewalt mit mehrsprachiger Plakatkampagne

Plakat mit der Aufschrift "Präsident Bidens Strategie zur Prävention von Waffengewalt" mit einer Stadtlandschaft im Hintergrund.

NRW startet Offensive gegen Messergewalt mit mehrsprachiger Plakatkampagne

Nordrhein-Westfalen verschärft Kampf gegen Messergewalt im öffentlichen Raum

Nordrhein-Westfalen (NRW) geht mit Nachdruck gegen Messerangriffe in öffentlichen Räumen vor. Innenminister Herbert Reul hat eine neue Plakatkampagne unter dem Titel „Gewalt durch Messer im öffentlichen Raum bekämpfen“ gestartet – Teil einer umfassenden Offensive gegen das Problem. Ziel der Initiative ist es, die Zahl der mitgeführten Messer in Straßen und öffentlichen Bereichen zu verringern.

Die Kampagne läuft unter dem Motto „Besser ohne Messer“ und ist in neun Sprachen erhältlich. Die Plakate sind bereits auf digitalen Werbetafeln in Städten, Flüchtlingsunterkünften, Ausländerbehörden und Polizeidienststellen zu sehen. Die Behörden hoffen, mit dem mehrsprachigen Ansatz eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Die Aktion ist ein Baustein eines Zehn-Punkte-Plans gegen Messerkriminalität. Weitere Maßnahmen umfassen strengere Kontrollen, individuelle Waffenverbote und den Ausbau der Videoüberwachung. Reul setzt sich zudem für gezieltere Ermittlungen ein, um Gewalt bereits im Vorfeld zu verhindern.

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Erst kürzlich besuchte Reul Düsseldorf, um dort die Durchsetzung eines Waffenverbots in einer ausgewiesenen Zone zu beobachten. Der Minister betonte, Messer seien zur Selbstverteidigung ungeeignet und richteten sich oft gegen den Träger selbst. Konflikte mit Messern endeten häufig mit schweren Verletzungen oder tödlichen Folgen, so die Behörden.

Die neuen Maßnahmen zielen darauf ab, Messer aus dem öffentlichen Raum zu verbannen und gewalttätige Vorfälle einzudämmen. Die Behörden werden Risikogebiete weiter überwachen und Verbote konsequent durchsetzen. Der Erfolg der Kampagne hängt maßgeblich von der Mitarbeit der Bevölkerung und anhaltenden Polizeibemühungen ab.

Quelle