07 May 2026, 04:14

NRW-Polizei setzt auf OSINT: Digitale Ermittlungen gegen Extremismus und Terror

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NRW-Polizei setzt auf OSINT: Digitale Ermittlungen gegen Extremismus und Terror

Nordrhein-Westfalens Polizei startet Großoffensive für digitale Ermittlungen

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Initiative gestartet, um ihre Fähigkeiten im Bereich digitaler Ermittlungen deutlich auszubauen. Im Mittelpunkt steht Open Source Intelligence (OSINT) – eine Methode zur Sammlung und Auswertung öffentlich zugänglicher Daten aus dem Internet. Damit wollen die Behörden ihre Kapazitäten im Kampf gegen Terrorismus und Extremismus in einer zunehmend digitalisierten Welt stärken.

Was als kleines Projekt begann, hat sich mittlerweile zu einer bedeutenden Ausweitung entwickelt. Fabian Coenen, Leiter der Unterabteilung 22.2 im Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf, erläutert, dass das OSINT-Team von einst zwei Spezialisten auf eine Abteilung mit 16 Mitarbeitern angewachsen ist. Zu ihren Aufgaben gehört die Koordination mit sechs Staatsschutzstellen, um einheitliche Standards und eine enge Vernetzung innerhalb der Behörden zu gewährleisten.

Das von Marc Restemeyer und weiteren Experten entwickelte Ausbildungsprogramm vermittelt Ermittlern eine standardisierte Grundlagenausbildung. Restemeyer, Dozent an der Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP), stellt sicher, dass die Teilnehmer nicht nur fachlich vorbereitet, sondern auch rechtlich auf dem aktuellen Stand sind. Das Programm deckt ein breites Spektrum ab und macht Beamte fit für digitale Ermittlungsarbeit.

Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist die Verfolgung von Verdächtigen über soziale Medien. Erst kürzlich nutzten Ermittler Instagram, um einen gesuchten Influencer anhand von Hinweisen in seinen Posts aufzuspüren. Die Initiative umfasst zudem personelle Verstärkung: Zehn neue Beamte wurden beim LKA eingestellt, fast 100 weitere in den sechs spezialisierten Einheiten. Zu den modernen Methoden gehören digitale Streifen, verdeckte Online-Ermittlungen und KI-gestützte Arbeitsplätze.

Die sechs §4-Behörden bieten nun OSINT-Recherchen und schnelle Einsatzunterstützung für dringende Sicherheitslagen auf Bundesebene an. Ihr Fokus liegt auf der Bekämpfung von Extremismus, der sich zunehmend über digitale Plattformen verbreitet.

Die OSINT-Offensive stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Sicherheitsbehörden in Nordrhein-Westfalen dar. Mit erweiterten Teams, gezielter Ausbildung und modernen Werkzeugen sind die Ermittler besser gerüstet, um digitale Bedrohungen zu bekämpfen. Ziel der Initiative ist es, die Sicherheit zu erhöhen, indem man den wachsenden Risiken im Netz einen Schritt voraus bleibt.

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