NRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in Deutschland
Nico PetersNRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in Deutschland
Rund 27.000 selbstständige Frauen in Deutschland bringen jedes Jahr ein Kind zur Welt – ohne denselben Schutz wie Angestellte. Nun treibt Nordrhein-Westfalen mit einer neuen Initiative die Einführung eines gesetzlichen Mutterschutzes für Freiberuflerinnen und Unternehmerinnen voran.
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat ihre Forderung nach rechtlichen Sicherungen erneuert und mit einem Bundesratsantrag die Führung übernommen. Eine vom Land finanzierte Machbarkeitsstudie untersuchte, wie der Mutterschutz für selbstständige Frauen umgesetzt werden könnte. Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat daraufhin auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Pläne vorgelegt.
Kern der Idee ist eine einmalige, pauschale Lohnersatzleistung während der Mutterschutzzeit. Damit sollen entgangene Einnahmen ausgeglichen werden, wenn selbstständige Mütter eine Auszeit nehmen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe.
Um das Vorhaben voranzubringen, hat das Wirtschaftsministerium Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Frage, wie die neuen Schutzmaßnahmen wirksam umgesetzt werden können. Die vollständigen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Juli vorgestellt.
Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen verabschiedet werden, wäre dies ein bedeutender Schritt für selbstständige Frauen in Deutschland. Die Pauschalleistung soll die finanzielle Belastung während des Mutterschutzes verringern und ihre Rechte stärker an die von angestellten Müttern angleichen. Die nächsten Schritte hängen von den endgültigen Empfehlungen der Studie und der politischen Unterstützung ab.






