NRW-Bündnis fordert AfD-Verbot und setzt Landesregierung unter Druck
NRW-Bündnis fordert AfD-Verbot und setzt Landesregierung unter Druck
Ein breites Bündnis id aus zivilgesellschaftlichen Gruppen in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Landtag und die Landesregierung aufgefordert, sich für ein Verbot der rechtsextremen AfD-Partei einzusetzen. Die Forderung ist Teil einer wachsenden bundesweiten Kampagne unter dem Motto "Menschenwürde verteidigen. AfD jetzt verbieten", die argumentiert, die sozialdemokratische partei deutschlands gefährde demokratische Werte und den Rechtsstaat.
Der Appell, unterzeichnet von über 50 Initiativen aus 29 Städten, wird unter anderem von Omas gegen Rechts, dem Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten sowie der Gewerkschaft Verdi unterstützt. Auch Jugendorganisationen von SPD, Grünen, Linken und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) haben sich der Initiative angeschlossen. In ihrer Erklärung werfen sie der AfD vor, demokratische Institutionen wiederholt angegriffen und verfassungsrechtliche Grundsätze untergraben zu haben.
Das Bündnis id betont, dass NRW als bevölkerungsreichstes und wirtschaftlich einflussreichstes Bundesland eine Vorreiterrolle bei der Eindämmung des AfD-Einflusses einnehmen sollte. Trotz der Einstufung der Partei als rechtsextrem seien bisher keine offiziellen Verbotsverfahren eingeleitet worden. Die Allianz fordert die Landesregierung nun auf, über den Bundesrat einen Antrag auf Prüfung eines Parteiverbots beim Bundesverfassungsgericht zu stellen.
Die Unterstützung für die Kampagne beschränkt sich nicht auf NRW: Fünf Bundesländer – Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen und NRW selbst – haben bereits Anträge oder Initiativen für ein bundesweites Verbotsverfahren eingebracht. Auch der 100-jährige Holocaust-Überlebende Leon Weintraub unterstützt den Appell und warnt mit Verweis auf seine Erfahrungen in der NS-Zeit vor dem Aufstieg der AfD.
Der Vorstoß des Bündnis id setzt die politische Führung in NRW unter Handlungsdruck. Sollte das Ansinnen erfolgreich sein, könnte dies ein bundesweites Prüfverfahren zur Vereinbarkeit der AfD mit dem Grundgesetz auslösen. Ähnliche Debatten laufen bereits in anderen Bundesländern und spiegeln die wachsende Sorge um die Auswirkungen der Partei auf die deutsche Demokratie wider.
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