11 May 2026, 00:22

Münster setzt auf Langzeitpartnerschaft für mehr Demokratie in Problemvierteln

Eine große Gruppe von Menschen marschiert mit einem "Lokal Solidarität"-Schild die Straße entlang, mit einem Polizeiwagen neben ihnen geparkt, Bäumen, Laternen, Schildern, Gebäuden und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Münster setzt auf Langzeitpartnerschaft für mehr Demokratie in Problemvierteln

Münster startet Langzeitpartnerschaft für mehr Demokratie in benachteiligten Stadtteilen

Die Stadtverwaltung und die Polizei in Münster haben eine langfristige Zusammenarbeit gestartet, um die Demokratie in problematischen Vierteln zu stärken. Unter dem Titel „Demokratie stärken“ knüpft die Initiative an frühere Erfolge im Stadtteil Coerde an. Die offizielle Vereinbarung wurde am 1. September 2023 unterzeichnet und markiert den Beginn stadtweiter Maßnahmen zur Förderung des Zusammenhalts und des bürgerschaftlichen Engagements.

Das Projekt hatte seinen Ursprung in Coerde, wo lokale Akteure bereits unter dem Motto „Vor Ort Flagge zeigen für die Demokratie“ zusammenarbeiten. Bei Aktionstagen dort stehen Themen wie Lärmbelästigung, Müllentsorgung und Sicherheit im Mittelpunkt. Nun soll das Modell auf ganz Münster ausgeweitet werden – mit besonderem Fokus auf Stadtteile, die mit Herausforderungen wie hoher Arbeitslosigkeit und Kinderarmut kämpfen.

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Bürgermeister Markus Lewe und Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf besiegelten die Kooperation. Gemeinsam mit lokalen Einrichtungen, darunter das Jugendzentrum HOT, wollen sie den direkten Dialog mit jungen Menschen fördern. Regelmäßige „Stadtteilspaziergänge“ sollen Anwohner, Verantwortliche und Interessengruppen zusammenbringen, um Probleme zu identifizieren und Lösungen zu entwickeln.

Kathrin Freund, Leiterin von „Coerde Zukunft“, wird die stadtweite Umsetzung begleiten. Die Initiative plant präventive Maßnahmen, um Integration und Teilhabe zu fördern. Durch die enge Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerken streben Stadt und Polizei nachhaltige Veränderungen durch bürgerschaftlich getragene Projekte an.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft stehen konkrete Schritte, um die Demokratie auf lokaler Ebene zu festigen. Bewohner in belasteten Vierteln sollen mehr Möglichkeiten erhalten, ihre Nachbarschaft aktiv mitzugestalten. Die ersten stadtweiten Aktivitäten sind für die kommenden Monate geplant.

Quelle