Mönchengladbachs siebte Gesamtschule startet mit Rekord-Andrang und 130-Millionen-Projekt
Sebastian SchulteMönchengladbachs siebte Gesamtschule startet mit Rekord-Andrang und 130-Millionen-Projekt
Mönchengladbach bereitet die Eröffnung seiner siebten und letzten Gesamtschule vor: die Gesamtschule Breite Straße. Das Projekt stößt auf großes Interesse – bereits wurden 142 Anmeldungen für nur 108 verfügbare Plätze eingereicht. Fast 44 Prozent der Eltern in der Region entscheiden sich mittlerweile nach der Grundschule für eine Gesamtschule für ihre Kinder.
Den Zuschlag für das Schuldesign erhielt das Münchner Architekturbüro Auer Weber nach einem wettbewerbsorientierten Auswahlverfahren. Der Entwurf sieht ein dynamisches, fünfteiliges Layout vor, das durch einen zentralen "Schulstraßen"-Korridor verbunden wird. Ein vierstöckiger Haupttrakt beherbergt Gemeinschaftsbereiche, Kunstateliers und Verwaltungsräume.
Die Bauarbeiten erfolgen in zwei Phasen: Der Neubau startet 2027, die ersten Schüler:innen werden im Schuljahr 2028/29 erwartet. Die vollständige Fertigstellung ist für 2031 geplant. Bis dahin dient ein modulares Interimsgebäude als Übergangslösung, das bereits in diesem Sommer die Kapazität von 30 auf 34 Klassen erweitert und später auf 36 wachsen soll.
Die Gesamtkosten für die temporären und dauerhaften Einrichtungen belaufen sich auf rund 130 Millionen Euro. Die Stadt hat bestätigt, dass über diese Schule hinaus bis 2031 keine weiteren Gesamtschulen gebaut werden.
Die neue Einrichtung reagiert auf die steigende Nachfrage – fast die Hälfte der Eltern setzt auf das Gesamtschulmodell. Im Vollbetrieb bietet sie langfristig Platz für bis zu 36 Klassen. Damit ist die Expansion des Mönchengladbacher Gesamtschulnetzes abgeschlossen.






