31 March 2026, 02:14

Mönchengladbach kämpft gegen explodierende Energieausgaben und CO₂-Bilanz

Stadtpanorama mit Gebäuden im Vordergrund, Solarpanels auf einem Dach und einem blauen Himmel im Hintergrund.

Mönchengladbach kämpft gegen explodierende Energieausgaben und CO₂-Bilanz

Energieausgaben in Mönchengladbach steigen 2024 stark an – Stadt plant Gegenmaßnahmen

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Energiekosten in Mönchengladbach sind 2024 stark gestiegen: Kommunale Gebäude verbrauchten Energie im Wert von 10,7 Millionen Euro – ein Anstieg von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Bemühungen um mehr Effizienz blieb der CO₂-Fußabdruck der Stadt mit rund 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten nahezu unverändert. Nun hat die Verwaltung neue Maßnahmen vorgestellt, um den Verbrauch in den nächsten vier Jahren zu senken und die Infrastruktur zu modernisieren.

Die Energieausgaben kletterten 2024 deutlich in die Höhe, getrieben durch einen Kostenanstieg von 53 Prozent gegenüber 2023. Der Stromverbrauch der Stadt blieb mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) stabil, ebenso der Gasverbrauch mit 50,4 Millionen kWh. Allerdings stieg der Verbrauch von Heizöl von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh – eine Entwicklung, die auf Lagerentscheidungen aus dem Jahr 2022 zurückzuführen ist.

Schulen als größte Energiefresser Mit 49 Prozent des Stroms und 62,5 Prozent des Gasverbrauchs in kommunalen Gebäuden waren Schulen die größten Energieverbraucher. Um die Ineffizienzen zu bekämpfen, hat die Stadt bereits in Modernisierungen investiert, darunter ein 850.000 Euro teures Projekt zur Beleuchtungserneuerung, das zur Hälfte aus Bundesmitteln gefördert wurde. In den vergangenen zwei Jahren erweiterte das GebäudeManagement Mönchengladbach (gmmg) zudem sein Energiemonitoring und führte automatisierte Gebäudeleitsysteme ein.

Zukunftspläne: Heizungen, Solaranlagen und digitale Lösungen Für die Jahre 2026 bis 2028 sind der Austausch veralteter Heizungsanlagen, Gebäudesanierungen und die Installation von Solaranlagen geplant. Auch digitale Aufrüstungen stehen auf der Agenda: Alte Stromzähler sollen durch intelligente Systeme ersetzt werden. Langfristig sollen Wasser- und Wärmezähler in einer zentralen Datenplattform zusammenlaufen, um die Verbrauchserfassung zu vereinfachen. Noch ist nicht bekannt, welche Schulen konkret von gezielten Maßnahmen wie Heizungssanierungen oder Solaranlagen profitieren werden.

Die Energiestrategie der Stadt setzt nun auf langfristige Modernisierungen, wobei digitale Messtechnik und Solarenergie eine Schlüsselrolle spielen sollen. Zwar stiegen die Kosten 2024 deutlich, doch die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, den Verbrauch zu reduzieren und die Ausgaben zu stabilisieren. Die Behörden werden die Fortschritte weiter überwachen, während die neuen Systeme in den kommenden Jahren schrittweise eingeführt werden.

Quelle