05 May 2026, 12:16

Merz' erstes Jahr als Kanzler: Koalition am Abgrund, Umfragen im Keller

Alte Karte aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen Deutschlands zeigt, gedruckt auf Papier mit beschreibendem Text oben und unten.

Merz' erstes Jahr als Kanzler: Koalition am Abgrund, Umfragen im Keller

Friedrich Merz hat sein erstes Jahr als Bundeskanzler mit sinkenden Umfragewerten hinter sich. Seine Koalition mit der SPD steht unter wachsender Spannung, da jüngste Konflikte um Kompromissbereitschaft und Führungsstil die Gräben vertiefen. Kritiker werfen ihm vor, mit seiner Haltung die Lage eher zu verschärfen als zu entschärfen.

Der jüngste Streit entbrannte, als Merz der SPD öffentlich vorwarf, Fortschritte bei zentralen Vorhaben zu blockieren. Er beschuldigte die Partei, in den Fragen Migration, Renten und Bürgergeld keine Kompromisse einzugehen. Doch Insider betonen, dass die SPD in genau diesen Bereichen bereits Zugeständnisse gemacht habe.

Der Druck aus den eigenen Reihen der Unionsfraktion zwingt Merz zu einer härteren Gangart gegenüber den Koalitionspartnern. Doch diese Strategie könnte nach hinten losgehen. Beobachter warnen, sein konfrontativer Kurs könnte den Widerstand der SPD weiter anheizen und auch innerhalb der Union die Gegenwehr verstärken.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) kritisierte kürzlich die Dysfunktionalität der Koalition. Unterdessen raten Analysten Merz, sich ein Beispiel an CDU-Ministerpräsidenten wie Daniel Günther und Hendrik Wüst zu nehmen. Beide haben Erfolg, indem sie ihren Koalitionspartnern Erfolge zugestehen – eine Taktik, die Merz bisher nicht übernimmt.

Nach einem Jahr im Amt zeigt sich die Koalition unter Merz zerrüttet, seine Popularität geschwächt. Seine Weigerung, Erfolge zu teilen, und seine öffentliche Kritik an der SPD scheinen den Widerstand eher zu verstärken als abzubauen. Ohne Kurswechsel könnte die Regierungsarbeit in den kommenden Monaten noch schwieriger werden.

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