Lebensgefahr durch Selfie: Stromschlag am Kölner Hauptbahnhof verletzt Mann schwer
Nico PetersLebensgefahr durch Selfie: Stromschlag am Kölner Hauptbahnhof verletzt Mann schwer
Schwerverletzter nach Stromschlag beim Selfie am Kölner Hauptbahnhof
Ein 25-jähriger Mann hat schwere Verbrennungen erlitten, nachdem ihn ein Lichtbogen beim Fotografieren eines Selfies am Kölner Hauptbahnhof getroffen hat. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 4. August, kurz vor 17 Uhr auf Gleis 4. Der Mann stürzte von einem stehenden Zug auf den Bahnsteig und wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Der Mann versuchte gerade, ein Selfie in der Nähe eines Zuges zu machen, als es zum Überschlag kam. Er brach auf dem Bahnsteig zusammen und war noch kurz bei Bewusstsein, bis der Rettungsdienst eintraf. Die Bundespolizei bestätigte später das Ausmaß seiner Verbrennungen und seinen kritischen Zustand.
Durch den Unfall kam es zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr, die über vier Stunden andauerten. Insgesamt 24 Züge hatten Verspätungen, drei wurden umgeleitet und drei weitere teilweise oder vollständig gestrichen. Die Strecke konnte schließlich gegen 17:30 Uhr wieder freigegeben werden, doch der Vorfall verursachte insgesamt 261 Minuten Verspätung.
Die Behörden rufen Zeugen auf, sich zu melden, und bieten Betroffenen seelsorgerische Unterstützung an. Die Bundespolizei warnte zudem eindringlich vor den Gefahren von Bahnstrom. Sie rät dringend davon ab, Selfies in der Nähe von Zügen oder Bahnsteigen zu machen oder sich dort leichtsinnig zu verhalten.
Der Mann befindet sich weiterhin mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Bahnbetrieb läuft inzwischen wieder normal, doch der Vorfall hat zu erneuten Appellen für mehr Vorsicht im Umgang mit Bahnanlagen geführt. Die Bundespolizei ermittelt weiterhin zu den genauen Umständen des Unfalls.






