17 April 2026, 06:20

Komiker verklagt: Millionenforderung wegen König-der-Löwen-Witzes über "Der Kreis des Lebens"

Buchumschlag mit einem Löwen, der einen Mann mit einem Schwert angreift; der Mann trägt einen Helm und hält das Schwert in seiner rechten Hand.

Komiker verklagt: Millionenforderung wegen König-der-Löwen-Witzes über "Der Kreis des Lebens"

Ein simbabwischer Komiker sieht sich mit einer Millionenklage konfrontiert – wegen seiner Witze über den berühmten Gesang aus Der König der Löwen. Lebohang Morake, der Komponist der ikonischen Eröffnung Der Kreis des Lebens, hat rechtliche Schritte gegen Learnmore Jonasi eingeleitet. Vorwurf: Der Komiker soll die Originaltexte absichtlich falsch übersetzt haben. Im Mittelpunkt des Streits steht Jonasis Behauptung, die Zulu- und Xhosa-Wörter des Liedes hätten eine weit weniger erhabene Bedeutung als die offizielle Disney-Version.

Jonasi, bekannt durch seine Auftritte bei America's Got Talent, macht seit Langem in seinen Programmen Witze über Der König der Löwen. Seine "Übersetzung" der Gesangspassage lautet schlicht: "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott." – ein krasser Gegensatz zu Disneys Version: "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König." Morakes Anwälte werfen Jonasi vor, die Worte bewusst verdreht zu haben, um ihre kulturelle Tragweite zu untergraben.

Die Klageschrift wurde dem Komiker sogar während eines seiner Stand-up-Auftritte auf der Bühne zugestellt. Seit Bekanntwerden des Verfahrens erfährt Jonasi massive Online-Unterstützung; tausende Nutzer stellen sich hinter ihn. Der Komiker seinerseits äußerte sich respektvoll über Morakes Werk und schlug vor, gemeinsam ein Video zu drehen, um die wahre Bedeutung des Liedes zu klären.

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Morakes Juristen beziffern den durch Jonasis Äußerungen entstandenen Schaden auf über 20 Millionen Dollar. Zudem werden 7 Millionen Dollar Schmerzensgeld gefordert. Die FOX Television Stations haben Disney um eine Stellungnahme gebeten, doch das Unternehmen hat sich bisher nicht öffentlich geäußert.

Nun geht es im Prozess um die Frage, ob Jonasis Interpretation ein harmloser Scherz oder eine schädliche Verfälschung war. Morakes Team betont, der Gesang besitze tiefe kulturelle Bedeutung – weit mehr als eine bloße Löwen-Beobachtung. Das Urteil könnte Präzedenzfall dafür werden, wie Komiker in ihren Auftritten mit Markenrechten und künstlerischen Werken umgehen dürfen.

Quelle