Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES für schnellere und grüne Forschung
Nico PetersKölner Uni startet Supercomputer RAMSES für schnellere und grüne Forschung
Die Universität zu Köln hat RAMSES in Betrieb genommen, einen leistungsstarken neuen Hochleistungsrechner (HPC-Cluster). Das moderne System löst die ältere CHEOPS-Infrastruktur ab und verspricht schnellere und effizientere Forschungsmöglichkeiten in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.
RAMSES umfasst 174 Server mit insgesamt 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Davon sind 140 Knoten mit Wasserkühlung ausgestattet, um rechenintensive Aufgaben wie Molekularsimulationen (Gromacs) und Quantenchemie (NWChem) zu bewältigen. Das Kühlsystem arbeitet mit Wassertemperaturen von 35°C beim Eintritt und 52°C beim Austritt und senkt so die Energiekosten um bis zu 40 %.
Für die Speicherung setzt der Cluster auf IBM Spectrum Scale, das 12 Petabyte Festplattenspeicher sowie einen 878 Terabyte großen SSD-Cache bereitstellt. Sicherheit spielt eine zentrale Rolle: Sämtliche Daten werden während der Verarbeitung verschlüsselt, und der Zugriff ist durch Mehr-Faktor-Authentifizierung geschützt. Neben klassischen HPC-Anwendungen verfügt RAMSES über eine dedizierte KI-Partition für maschinelles Lernen und Datenanalyse.
Auf Spitzenleistung soll das System bis zu 4,8 PetaFLOPS Rechenleistung erbringen. Damit unterstützt der neue Cluster ein breiteres Spektrum wissenschaftlicher Anwendungen als sein Vorgänger und bietet Forschenden mehr Flexibilität und Effizienz.
RAMSES stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Forschungsinfrastruktur der Universität zu Köln dar. Die Kombination aus Hochgeschwindigkeitsverarbeitung, energieeffizienter Kühlung und robuster Sicherheit ermöglicht komplexere und sichere wissenschaftliche Berechnungen. Der Cluster steht nun für akademische und industrielle Forschungsprojekte vollumfänglich zur Verfügung.






