KI-Boom: DeepL plant US-Börsengang, Nvidia investiert Milliarden in OpenAI
Sebastian SchulteKI-Boom: DeepL plant US-Börsengang, Nvidia investiert Milliarden in OpenAI
Investitionen in künstliche Intelligenz boomen – die Nachfrage nach KI-Tools steigt weiter an. Zwei aktuelle Entwicklungen unterstreichen diesen Trend: Der Chipkonzern Nvidia plant, bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI zu investieren, während das Kölner KI-Übersetzungsstartup DeepL einen Börsengang in den USA vorbereitet, der das Unternehmen mit bis zu fünf Milliarden US-Dollar bewerten könnte.
DeepL, das in Köln ansässig ist, hat sich auf KI-gestützte Übersetzungen spezialisiert und beschäftigt über 100 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, Japan und den USA. Im Mai 2024 sammelte das Unternehmen 300 Millionen US-Dollar ein und verdoppelte damit seine Bewertung auf zwei Milliarden US-Dollar. Zu den Investoren zählen der Londoner Risikokapitalgeber Index Ventures und das San Franciscoer Wachstumsfonds Iconiq Growth.
Laut Angaben hat das Startup bereits erste Gespräche mit Beratern über einen möglichen Börsengang geführt. Zwar wurde noch keine bestimmte US-Börse genannt, doch der Gang an die Börse könnte bereits 2025 erfolgen.
Unterdessen bereitet sich der Chiphersteller Nvidia Berichten zufolge auf eine Rekordinvestition von 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI vor. Die Mittel sollen in den Aufbau neuer Rechenzentren und weitere KI-Infrastruktur fließen. Damit reagiert das Unternehmen auf den generellen Ausbau der Kapazitäten für die KI-Entwicklung.
Auch ein weiteres deutsches KI-Unternehmen, Black Forest Labs, steht derzeit in Finanzierungsgesprächen. Medienberichten zufolge könnte das Unternehmen in der nächsten Runde eine Bewertung von rund vier Milliarden US-Dollar erreichen.
DeepLs geplanter Börsengang und Nvidias historische Investition in OpenAI zeigen das rasante Wachstum im KI-Sektor. Da immer mehr Unternehmen nach Kapital suchen, expandiert die Branche weiter – getrieben von der steigenden Nachfrage nach fortschrittlichen KI-Lösungen.






