14 June 2026, 12:13

Jochen Ott führt SPD in NRW-Wahlkampf mit klarem Kurs gegen soziale Ungleichheit

Das ist fast Klassenkampf

Jochen Ott führt SPD in NRW-Wahlkampf mit klarem Kurs gegen soziale Ungleichheit

Jochen Ott ist als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bestätigt worden. Auf dem Landesparteitag erhielt er mit 207 Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und einer Enthaltung eine überwältigende Zustimmung von 96,2 Prozent.

Ott will die SPD als Partei der Arbeiterklasse neu positionieren. Er warnt vor einem „Klassenkampf von oben“ und wirft rechtlibertären Millionären, Milliardären sowie der rechtsextremen AfD vor, es auf die einfache Bevölkerung abgesehen zu haben. Seine Kritik richtet sich auch gegen Persönlichkeiten wie Elon Musk, dessen extremes Vermögen er als Beleg für ein gescheitertes kapitalistisches System bezeichnet.

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Zu den SPD-Plänen für das Land gehört ein „Chancen-Fonds für Kinder“, der jedem Neugeborenen 5.000 Euro zuschreiben würde. Ott verspricht zudem, durch Bildung wieder mehr Aufstiegschancen zu schaffen und eine „Sozialwohnungs-Offensive“ zu starten, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Diese Vorhaben kommen zu einer Zeit, in der die SPD in Nordrhein-Westfalen in Umfragen nur noch auf 14 bis 18 Prozent kommt, während die CDU stabil über 30 Prozent liegt.

Trotz der landesweiten Schwächephase kann die SPD lokal weiterhin auf starke Unterstützung bauen. In Hamm stellt sie mit 46,2 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit im Stadtrat. Der SPD-Politiker Marc Herter, ein Weggefährte Otts, wurde 2022 mit 63,6 Prozent im Amt des Oberbürgermeisters bestätigt.

Otts Wahlkampf wird sich auf wirtschaftliche Gerechtigkeit, Bildung und Wohnraum konzentrieren. Seine klare Nominierung zeigt zwar Rückhalt in der Partei, doch steht die SPD vor einer schwierigen Landtagswahl. Die lokalen Erfolge der Sozialdemokraten stehen damit in scharfem Kontrast zu ihrer aktuellen landesweiten Umfragelage.

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