"Helden" am Heimathafen Neukölln: Wie junge Künstler:innen Heldentum neu definieren
Nico Peters"Helden" am Heimathafen Neukölln: Wie junge Künstler:innen Heldentum neu definieren
Das junge Kollektiv Active Player NK feiert am Heimathafen Neukölln die Premiere seines neuen Stücks Helden
Die Produktion, die am Heimathafen Neukölln beheimatet ist, setzt sich mit dem Begriff des Heldentums auseinander – und hinterfragt dabei gängige Klischees. Auf der Bühne stehen junge Darsteller:innen zwischen 12 und 26 Jahren, die oft eigene Erlebnisse in ihre Rollen einfließen lassen.
Seit 2011 bietet das Kollektiv kostenlose Workshops in Schauspiel, Regie und kreativem Experimentieren an. Die Plätze werden per Losverfahren vergeben, Bewerbungsgespräche oder Vorsprechen gibt es nicht. Mohammad Eliraqui, heute professioneller Schauspieler, startete hier seine Karriere und leitet die Gruppe seit 2022 – nachdem ihn der Filmregisseur Damir Lukačević bei seiner ersten Premiere entdeckt hatte.
Helden vereint Sketche, Monologe, Gesang, Tanz und inszenierte Kämpfe, wobei die jungen Performenden großen Einfluss auf die Inhalte nehmen. Gesellschaftskritik kommt nicht zu kurz: In einer komischen Szene diskutieren zwei Figuren mit gegensätzlichen Standpunkten über die Absurditäten des Kapitalismus. Gleichzeitig stellt das Stück traditionelle Geschlechterrollen infrage – etwa, wenn es statt „Wer ist dein Held?“„Wer ist deine Heldin?“ heißt.
Doch hinter der lebendigen Form verbirgt sich auch Tiefe: Das Publikum erwartet Reflexionen über Zeit, Sterblichkeit und das Jenseits, die sich durch die Handlung ziehen.
Mit Witz, persönlichen Geschichten und philosophischen Fragen bietet Helden eine frische Perspektive auf Heldentum – ganz aus der Sicht junger Schöpfer:innen. Die dynamische Bühnenperformance ist noch am Heimathafen Neukölln zu sehen und zeigt das Talent sowie die Ideen der Mitglieder von Active Player NK.






