Großrazzia am Nikolaustag bringt massive Verstöße in NRW ans Licht
Großrazzia am Nikolaustag deckt zahlreiche Verstöße in Nordrhein-Westfalen auf
Bei einer groß angelegten Kontrollaktion am Vorabend des Nikolaustags wurden in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens zahlreiche Rechtsverstöße aufgedeckt. Im Fokus der Behörden standen Cafés, Shisha-Bars, Spielhallen, Kioske und Nachtclubs in Krefeld, Mönchengladbach, Viersen und im Rhein-Kreis Neuss. Die Operation richtete sich insbesondere gegen illegale Beschäftigung, Steuerhinterziehung sowie Verbindungen zur organisierten Kriminalität.
Das Hauptzollamt Krefeld führte gemeinsam mit Polizei und Ordnungsbehörden die unangekündigten Kontrollen durch. Insgesamt wurden 111 Personen zu ihren Arbeitsverträgen und Beschäftigungsbedingungen befragt. Die Ermittler prüften dabei Verstöße gegen Sozialversicherungsvorschriften, Mindestlohnunterschreitungen, Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit.
Im Rahmen der Aktion wurden zwei Personen festgenommen, gegen die Haftbefehle vorlagen. In einem Krefelder Café nahm die Polizei drei Personen in Gewahrsam, die keine gültigen Aufenthaltstitel vorweisen konnten. Zudem stießen die Behörden auf 29 Fälle mit ersten Unstimmigkeiten, die nun vom Zoll weiter geprüft werden.
Die Kontrollen förderten ein breites Spektrum an Verstößen zutage: Bei 16 Beschäftigten deutet sich an, dass ihnen Löhne vorenthalten wurden, in sieben Fällen wird der Verdacht auf Mindestlohnverstöße geprüft. Fünf Arbeitgeber hatten vorgeschriebene Meldungen nicht abgegeben. Weitere Vergehen betrafen Tabaksteuerhinterziehung, illegales Glücksspiel, Drogendelikte und Verkehrsverstöße. Ein Betrieb wurde angezeigt, weil er ohne die erforderliche Konzession arbeitete.
Die Aktion zeigte, wie weit verbreitet Arbeits- und Steuerrechtsverstöße in der Region sind. Zoll und Polizei werten die Ergebnisse nun aus; Betroffenen drohen Strafen. Weitere Ermittlungen sollen klären, ob die Fälle mit übergeordneten kriminellen Strukturen zusammenhängen.






