Große Klimademo in Hamm: Protest gegen fossile Energiepolitik und für Erneuerbare
Paul MaierGroße Klimademo in Hamm: Protest gegen fossile Energiepolitik und für Erneuerbare
Ein Bündnis aus Umweltschutzorganisationen organisiert für den 30. Mai eine Demonstration in Hamm. Die Kundgebung richtet sich gegen die fossile Energiepolitik der Regierung und fordert einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien. Zu den Veranstaltern zählen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, Campact und Fridays for Future.
Die Protestaktion beginnt um 12 Uhr mittags in der Nähe des Kraftwerks Gersteinwerk. Die Teilnehmenden wollen von dort aus in Richtung Anlage marschieren und sich dort symbolisch in Form eines Windrads aufstellen.
Kritik gibt es vor allem an Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU), die den Bau neuer Gaskraftwerke unterstützt. Verena Graichen, politische Geschäftsführerin des BUND, warf Reiche vor, wie eine Lobbyistin der fossilen Energiewirtschaft zu handeln. Die Ministerin verzögere mit ihrer Politik den Ausbau der Erneuerbaren, während sie gleichzeitig Konzerne wie RWE begünstige.
Die Energieexpertin Mira Jäger von Greenpeace betonte, dass erneuerbare Energien die Abhängigkeit von autoritären Regimen verringerten. Gleichzeitig kritisierte sie Reiche scharf dafür, die Energiewende durch die Förderung von Öl- und Gasheizungen auszubremse.
Mit der Demonstration wollen die Organisatoren Druck auf die Politik ausüben, um fossile Energieprojekte endlich aufzugeben. Stattdessen fordern sie klare Zusagen für den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Kundgebung wird eine der größten gemeinsamen Protestaktionen gegen die aktuelle Energiepolitik in der Region sein.






