Große Demo in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026
Nico PetersGroße Demo in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026
Demonstration für Überprüfung rechtsextremer Parteien am 14. März 2026 in Düsseldorf
Am Samstag, dem 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" organisiert, wird die Demonstration vom Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) unterstützt. Ab 14:00 Uhr wollen die Teilnehmer:innen vor dem nordrhein-westfälischen Landtag zusammenkommen, um eine offizielle Prüfung extremistischer Kräfte in der Politik zu fordern.
Im Fokus der Proteste stehen Parteien, die vom Bundesverfassungsgericht als rechtsextrem eingestuft oder unter Beobachtung stehen. Aktuell ist die AfD (Alternative für Deutschland) die einzige Bundespartei mit diesem Status. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hatte sie 2021 als "Prüffall" eingestuft und im Mai 2025 als "gesicherte rechtsextremistische Bestrebung" klassifiziert – diese Entscheidung wurde jedoch im Februar 2026 vorläufig ausgesetzt, da rechtliche Verfahren noch laufen. Bereits bestätigt rechtsextrem sind mehrere AfD-Landesverbände in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.
Eine solche Überprüfung kann vom Bundesrat mit einfacher Mehrheit eingeleitet werden. Zwar haben sich bereits mehrere Bundesländer für ein solches Verfahren ausgesprochen, Nordrhein-Westfalen gehört bisher jedoch nicht dazu.
Der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) wirbt aktiv für die Teilnahme. Wer mitfahren möchte, kann sich um 12:33 Uhr am Gleis 1 des Bahnhofs Bergisch Gladbach treffen, um gemeinsam nach Düsseldorf zu reisen. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Vereins unter www.gl-devi.de sowie auf den Social-Media-Kanälen (@gl.de.vi auf Instagram, Facebook und TikTok). Aktuelle Updates zur Demonstration finden sich auch auf der offiziellen Seite www.pruef-demos.de.
Ziel der Kundgebung ist es, Druck auf die Politik auszuüben, um Parteien mit extremistischen Verbindungen genauer zu prüfen. Da der Bundesrat die Möglichkeit hat, ein solches Verfahren anzustoßen, hoffen die Organisator:innen, dass die Veranstaltung weitere Länder zur Unterstützung bewegt. Das Ergebnis könnte die künftige politische Auseinandersetzung mit rechtsextremen Strömungen in Deutschland maßgeblich beeinflussen.