07 May 2026, 02:17

Gräfrath-Marktfest: Warum 10 Euro Eintritt Senioren ausschließen

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße und hält Schilder und Plakate hoch, während Bäume, Gebäude und Fahrzeuge am Straßenrand zu sehen sind.

Gräfrath-Marktfest: Warum 10 Euro Eintritt Senioren ausschließen

Gräfrath-Marktfest in Solingen: Eintrittsgeld von 10 Euro sorgt für Streit

Das traditionelle Gräfrath-Marktfest in Solingen steht in der Kritik, nachdem die Veranstalter erstmals ein Eintrittsgeld von 10 Euro eingeführt haben. Gegner werfen dem Fest vor, damit ältere Bürger auszuschließen – viele von ihnen leben von kleinen Renten. Die Debatte wirft grundsätzliche Fragen nach Bezahlbarkeit und Zugang zu Gemeinschaftsveranstaltungen auf.

Besonders deutlich positioniert sich der Solinger Seniorenbeirat, insbesondere seine Arbeitsgruppe gegen Altersarmut. Sie lehnen die neue Gebühr ab, da von den 10 Euro lediglich 2 Euro als Essensgutschein erstattet werden. Für viele Rentner, die ohnehin jeden Cent umdrehen müssen, sei selbst dieser Betrag eine unzumutbare Hürde – der Besuch des Fests damit schlicht unmöglich.

Die Organisatoren rechtfertigen die Maßnahme mit steigenden Sicherheitskosten. Doch Kritiker fragen, warum die Besucher diese Last tragen sollen – wo das Fest doch einst als Veranstaltung für alle galt. Der Wechsel zu bezahltem Eintritt markiert einen Bruch mit der bisherigen Tradition der Offenheit und Gemeinschaft.

Der Seniorenbeirat schlägt Alternativen vor: gestaffelte Preise, Ermäßigungen für Ältere oder höhere städtische Zuschüsse. Zudem argumentieren sie, dass ein einziger kostenfreier Familientag am Sonntag älteren Menschen, die oft allein leben, wenig nützt. Gerade für sie seien solche Feste wichtige soziale Anker. Ohne breiteren Zugang drohe das Fest, die Isolation gefährdeter Gruppen noch zu verstärken.

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Der Konflikt spiegelt ein größeres Problem wider: die zunehmende Altersarmut und die Frage, wie kommunale Angebote für alle bezahlbar bleiben. Bleibt alles wie bisher, wird das Fest für viele Senioren unerreichbar sein. Der Beirat drängt weiter auf Lösungen, die finanzielle Notwendigkeiten mit sozialer Verantwortung in Einklang bringen.

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