23 April 2026, 02:14

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Netzwerke Beschäftigte besser schützen können

Logo für das Büro zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen mit mutiger schwarzer Schrift und einer Gruppe verschiedener Menschen, die im Kreis mit verschränkten Armen stehen und von einer hellgelben Sonne umgeben sind.

Gewalt am Arbeitsplatz: Wie Netzwerke Beschäftigte besser schützen können

Gewalt gegen Beschäftigte bleibt ein drängendes Problem – und zwar branchenübergreifend, von Schulen über Krankenhäuser bis hin zum Straßenbau. Am Dienstag, dem 8. Juli 2025, widmete sich das Präventionsnetzwerk #SicherImJob dieser Herausforderung im Rahmen einer Online-Veranstaltung unter dem Titel SAFE HOUR. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen zur Lösung des Problems beitragen kann.

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Die Veranstaltung mit dem Titel "Netzwerkfokus: Chancen und Synergien der berufsübergreifenden Zusammenarbeit" brachte Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Ulrike Purz, Schulleiterin der Gesamtschule Buer-Mitte, berichtete von ihren Erfahrungen mit täglichen Drohungen, verbalen Angriffen und einem wachsenden Respektverlust im Schulalltag. Dr. Norman Hecker, Chefarzt am Evangelischen Klinikum Gelsenkirchen, schilderte hingegen die Belastung für Notfallteams, die sowohl mit verbaler als auch körperlicher Gewalt konfrontiert werden.

Dr. Sascha Kaiser, Abteilungsleiter bei Strassen.NRW, verwies auf ähnliche Risiken im Straßenbau, wo Mitarbeiter bei Aufgaben wie Vegetationsrodungen oder der Absicherung von Baustellen immer wieder in Konfliktsituationen geraten. Christian Bredau von der Kriminalpräventiven Beratungs- und Opferhilfestelle der Polizei Gelsenkirchen bestätigte, dass das Problem flächendeckend auftritt. Er berät Fachkräfte im Umgang mit Gewaltvorfällen und kennt aus eigener Anschauung, wie unterschiedlich sich solche Vorfälle in verschiedenen Arbeitsumfeldern auswirken.

Gelsenkirchen hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Zusammenarbeit zu verbessern – etwa durch den Runden Tisch zur Gewaltprävention und abgestimmte Reaktionsstrategien. Die Teilnehmer der SAFE HOUR waren sich einig: Nachhaltige Prävention erfordert gemeinsame Anstrengungen, wobei starke Netzwerke entscheidend sind, um Beschäftigte zu schützen.

Die Diskussion unterstrich, wie wichtig die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Institutionen ist, um Gewalt am Arbeitsplatz wirksam zu bekämpfen. Die Veranstaltungsreihe SAFE HOUR wird fortgesetzt; weitere Termine werden auf der Website des Netzwerks, www.safeatwork.nrw, bekannt gegeben. Die Organisatoren wollen auf bestehenden Strategien aufbauen, um in allen Branchen sicherere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Quelle