13 March 2026, 18:17

Ford baut in Köln 3.000 Jobs ab – ganz ohne Zwangskündigungen

Ein Plakat mit einem Auto und Text, der einen Steuervorteil von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.

Bogeyman der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford baut in Köln 3.000 Jobs ab – ganz ohne Zwangskündigungen

Ford hat am Standort Köln fast 3.000 Arbeitsplätze abgebaut – ohne betriebsbedingte Kündigungen durchzusetzen. Möglich wurde dies durch freiwillige Abgänge und die Übertragung von Unternehmensteilen an neue Investoren. Der Schritt folgt einem deutlichen Rückgang der Absatzzahlen bei Elektrofahrzeugen, der den Autobauer zu drastischen Kostensenkungen zwingt.

Zu Jahresbeginn strich Ford am Kölner Standort überraschend fast 1.000 Produktionsstellen. Die Umstellung von zwei auf eine Schicht erfolgte vor dem Hintergrund nachlassender Nachfrage nach Elektroautos. Die Belegschaft des Werks ist damit von etwa 18.000 Beschäftigten im Jahr 2019 auf nun rund 9.000 geschrumpft.

Rund 2.100 Mitarbeiter nahmen freiwillige Abfindungsangebote an, während weitere 800 Arbeitsplätze in Unternehmensteile übergehen, die von Investoren übernommen werden. Drei Bereiche – der Werkzeugbau, der Druckguss sowie eine dritte, nicht näher bezeichnete Sparte – haben potenzielle Käufer gefunden, deren Namen Ford jedoch nicht nannte. Das Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, 2.900 Stellen abzubauen, und erreichte dies ohne Zwangsentlassungen.

Die Sparmaßnahmen sind Teil von Fords umfassender Strategie, die Profitabilität in Deutschland wiederherzustellen. Da die Verkäufe von Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen zurückblieben, sieht sich der Konzern gezwungen, seine Strukturen zu verschlanken und die Ausgaben zu reduzieren.

Nach der Umstrukturierung verbleibt im Kölner Werk eine schlankere Belegschaft von etwa 9.000 Beschäftigten. Durch freiwillige Abgänge und Stellenübertragungen gelang es Ford, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und sich gleichzeitig an die schwächere Marktnachfrage anzupassen. Die nächsten Schritte hängen nun von der Finalisierung der Verträge mit den Investoren ab, die die verkauften Unternehmensteile übernehmen.

Quelle