02 May 2026, 02:13

Ex-Berater warnen vor transatlantischer Krise unter Trump und fordern neue Strategie

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farbcodiert sind nach dem Jahr des Beitritts.

Ex-Berater warnen vor transatlantischer Krise unter Trump und fordern neue Strategie

Ehemalige Berater Christoph Heusgen und Philip Murphy warnen vor einer tiefen Krise in den transatlantischen Beziehungen unter Präsident Donald Trump. In ihrer Analyse verweisen sie auf wachsende Spannungen zwischen den USA und Europa, die durch Trumps Außenpolitik und innenpolitische Maßnahmen vorangetrieben werden.

Heusgen und Murphy werfen Trump vor, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Als Beispiele nennen sie seine Drohung, Grönland annektieren zu wollen, seine wiederholte Kritik an der NATO sowie seine Infragestellung der US-Bindung an das Bündnis. Solche Schritte hätten das Vertrauen zwischen Washington und seinen europäischen Partnern schwer belastet.

Die Autoren äußern zudem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen von Trumps Politik auf die US-Demokratie. Sie behaupten, er untergrabe die Gewaltenteilung, indem er Richter unter Druck setze, den Kongress ausgrenze und loyal ergebene Anhänger in Schlüsselpositionen der Regierung berufen habe. Solche Maßnahmen schwächten, so ihre Argumentation, die Kontrollmechanismen, die für die amerikanische Staatsführung unverzichtbar seien.

Mit Blick auf die Zukunft prognostizieren die ehemaligen Diplomaten Gewinne für die Demokraten bei den anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Eine stärkere Opposition im Kongress könnte Trumps Spielraum in der Außenpolitik einschränken. Zudem gehen sie davon aus, dass ein demokratischer Präsident ab 2028 das transatlantische Bündnis wieder aufbauen und fairere Handelsabkommen mit der EU anstreben würde.

Um dem US-amerikanischen Unilateralismus entgegenzuwirken, schlagen Heusgen und Murphy eine neue Strategie für Deutschland vor. Sie empfehlen eine gemeinsame Initiative der USA und Deutschlands, um Berlin einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat zu sichern. Dies würde, so ihre Überzeugung, Deutschlands globale Rolle stärken und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen festigen.

Die Autoren betonen, dass sowohl die USA als auch Europa davon profitieren, die Rechtsstaatlichkeit zu wahren und eng zusammenzuarbeiten. Ohne einen Kurswechsel in der Politik, warnen sie, könnten die aktuellen Belastungen in den transatlantischen Beziehungen langfristige Folgen haben. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, das Vertrauen wiederherzustellen und die langfristige Stabilität der Partnerschaft zu sichern.

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