31 March 2026, 16:21

EU-Kommission plant Reform des Emissionshandels – Chemieindustrie hofft auf Entlastung

Eine Europakarte mit dem Logo des Europäischen Umweltbüros in der linken oberen Ecke, die in verschiedenen Grüntönen schattiert ist, um die EU-Regionen anzuzeigen.

EU-Kommission plant Reform des Emissionshandels – Chemieindustrie hofft auf Entlastung

EU-Kommission legt Reformvorschläge für den Emissionshandel vor

Noch in dieser Woche wird die Europäische Kommission ihre ersten Pläne zur Reform des EU-Emissionshandels (EU-ETS) vorstellen. Die Initiativen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Wirtschaftsführer und Politiker darüber diskutieren, wie sich Klimaziele und wirtschaftliche Belange in Einklang bringen lassen. Eine prägende Stimme in der Debatte ist Evonik-Chef Christian Kullmann, der sich für tiefgreifende Änderungen des Systems einsetzt.

Kullmann hatte zuvor gefordert, das ETS entweder vollständig abzuschaffen oder grundlegend umzugestalten. Seine Haltung spiegelt die Bedenken der chemischen Industrie wider, die um ihre Wettbewerbsfähigkeit fürchtet. Kürzlich verfasste er jedoch gemeinsam mit dem EU-Abgeordneten Peter Liese einen Gastbeitrag im Handelsblatt, in dem er für pragmatische Lösungen und vernünftige Kompromisse plädiert.

Offenbar nimmt die Kommission einige der Branchenkritik auf. Brüssel arbeitet derzeit daran, die ETS-Benchmarks so anzupassen, dass sie besser auf die Bedürfnisse der Chemieindustrie zugeschnitten sind. Eine weitere zentrale Änderung sieht vor, die Streichung von Zertifikaten im Rahmen der Marktstabilitätsreserve (MSR) dauerhaft zu beenden.

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Die für Mittwoch erwarteten Vorschläge der Kommission werden die nächsten Schritte der Reform skizzieren. Zwar hatte Kullmann zunächst radikale Änderungen gefordert, doch seine jüngste Zusammenarbeit mit Liese deutet auf eine Hinwendung zu maßvolleren Anpassungen hin.

Die anstehenden Reformen werden maßgeblich beeinflussen, wie sich das ETS in den kommenden Jahren auf Branchen wie die Chemieindustrie auswirkt. Brüssel hat Signal gegeben, Benchmarks anpassen und den CO₂-Markt stabilisieren zu wollen. Die endgültigen Beschlüsse werden zeigen, ob das System sowohl Klimaziele als auch die Bedürfnisse der Wirtschaft erfüllen kann.

Quelle