Duisburger Bolzplatz wird zum immateriellen Kulturerbe – und glänzt mit neuem Aschebelag
Sebastian SchulteDuisburger Bolzplatz wird zum immateriellen Kulturerbe – und glänzt mit neuem Aschebelag
Die Bolzplätze am Kreuz Kaiserberg in Duisburg sind offiziell als immaterielles Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen anerkannt worden. Die Auszeichnung fällt mit der Rückkehr des historischen Aschebelags zusammen, der dank einer kürzlichen Sanierung – teilweise finanziert durch lokale Unterstützer – wieder bespielbar ist.
Der renovierte Platz wurde mit einem feierlichen Eröffnungsspiel eingeweiht, das der ehemalige Nationalspieler Bernard Dietz mit einem symbolischen Anstoß eröffnete. Die rote Mannschaft sicherte sich in dem Freundschaftsspiel einen 2:0-Sieg. Dietz, einer der torreichsten Abwehrspieler der Bundesliga-Geschichte, scherzte, dass selbst er auf dem unebenen Untergrund seine Schwierigkeiten gehabt hätte.
Die Sanierung kostete rund 43.000 Euro, wobei fast die Hälfte der Summe vom Lions Club Duisburg Concordia gespendet wurde. Von dem Projekt profitiert auch die benachbarte Grundschule, die über keine eigene Turnhalle mehr verfügt. Lokale Politiker und Anwohner feierten die Wiederbelebung des Platzes, der Nostalgie mit moderner Unterstützung verbindet.
Bürgermeister Sören Link brachte die besondere Atmosphäre des Ortes mit einem scherzhaften Spruch auf den Punkt: „Helden werden auf Asche geboren.“ Seine Worte unterstrichen den Ruf des Platzes als Schauplatz eines lebendigen, wenn auch nicht immer perfekten Fußballs.
Der restaurierte Ascheplatz am Kreuz Kaiserberg ist heute sowohl ein kulturelles Denkmal als auch ein wertvolles Gemeinschaftsgut. Die Anerkennung als immaterielles Erbe sichert sein Vermächtnis, während die Sanierung garantiert, dass er weiterhin ein Zentrum für den lokalen Fußball bleibt. Der Erfolg des Projekts zeigt, wie öffentliches Engagement und private Förderung Hand in Hand gehen können.






