Drei Obdachlose sterben in Dortmund – Kälte und fehlende Notunterkünfte in der Kritik

Admin User
2 Min.
Unterkünfte mit Säulen und Zimmern, umgeben von einer Rasenfläche.Admin User

Drei Obdachlose sterben in Dortmund – Kälte und fehlende Notunterkünfte in der Kritik

Drei Obdachlose starben in Borussia Dortmund seit November – vermutlich an Kälte

Seit November sind in Borussia Dortmund drei obdachlose Menschen gestorben, vermutlich aufgrund von Kälte. Die Todesfälle haben die Forderungen nach besseren Notunterkünften in der Innenstadt neu entfacht. Unterstützer warnen, dass über 500 Menschen ohne Wohnung dringend sichere Schlafplätze benötigen.

An Heiligabend starb ein Obdachloser, während eine weitere Person neben ihm schlief. Der Vorfall folgte auf zwei weitere Todesfälle in den vergangenen Wochen und verstärkt die Sorgen über das Fehlen ausreichender Unterkunftsmöglichkeiten. Bastian Pütter von bodo e.V. betonte, wie wichtig es sei, sofort Zugang zu Schlafplätzen in zentraler Lage zu schaffen.

Pläne für zusätzliche Not-Schlafcontainer in der Treibstraße nahe dem Borussia Dortmund Hauptbahnhof wurden im Dezember verworfen. Das für 2025 vorgesehene Projekt scheiterte am Widerstand des Grundstückseigentümers. Die Stadtverwaltung beharrt darauf, dass die bestehenden Einrichtungen – darunter eine Notunterkunft in der Nähe des Zoos – ausreichend Unterstützung böten.

Pütter widerspricht dieser Einschätzung und argumentiert, dass die aktuellen Angebote nicht ausreichen. Er fordert die Stadt auf, alternative Lösungen zu prüfen, etwa die Freigabe einer U-Bahn-Ebene für Übernachtungen oder die Schaffung kurzfristiger Zusatzplätze. Ohne schnelles Handeln, so seine Warnung, könnten in diesem Winter weitere Menschen sterben.

Durch die fehlende Erweiterung der Unterkünfte bleiben über 500 Obdachlose ohne zuverlässigen Schutz vor der Kälte. Unterstützer drängen weiterhin auf schnellere Lösungen, darunter die Umnutzung öffentlicher Räume. Bisher hat die Stadt jedoch keine neuen Notfallpläne angekündigt.