Deutsche Bahn plant massive Ausweitung trotz Milliardenverlust 2023
Deutsche Bahn verzeichnet 2023 Verlust von über zwei Milliarden Euro
Die Deutsche Bahn, der größte Eisenbahnbetreiber Deutschlands, meldete für das Jahr 2023 einen Verlust von mehr als zwei Milliarden Euro. Hauptgründe für das finanzielle Minus waren stark gestiegene Energiepreise und höhere Betriebskosten. Trotz dieser Herausforderungen kündigte das Unternehmen an, sein Angebot im Jahr 2024 ausbauen zu wollen.
Der Bahnkonzern steht seit Langem in der Kritik wegen Verspätungen, Zugausfällen und maroder Gleisinfrastruktur. Aktuell kommen nur etwa zwei Drittel der Fernzüge pünktlich ans Ziel. Viele Strecken leiden unter veralteter Infrastruktur, wobei umfassende Sanierungen erst bis 2035 abgeschlossen sein dürften.
Um die Pünktlichkeit zu verbessern und mehr Fahrgäste zu gewinnen, wird die Deutsche Bahn ihren Fahrplan 2024 ausweiten. Die Zahl der Sprinter-Züge – schnelle Verbindungen mit weniger Halten – soll steigen, um Großstädte effizienter zu verbinden. Zudem werden ICE-Züge auf 21 Strecken im Halbstundentakt verkehren und das Netz von bisher 900 auf 2.300 Kilometer ausdehnen.
Rund 40 neue oder verlängerte tägliche Verbindungen sind geplant, darunter auch grenzüberschreitende Strecken. Länder wie Belgien, Dänemark, Polen, Tschechien und die Schweiz sollen besser angebunden werden. Der Aufsichtsrat warnt jedoch, dass die Stabilisierung des Netzes Investitionen von bis zu 150 Milliarden Euro erfordern werde – wahrscheinlich abhängig von staatlichen Zuschüssen.
Ziel der Expansion ist es, den Fernverkehr attraktiver zu machen, trotz anhaltender finanzieller und betrieblicher Probleme. Da größere Modernisierungen noch Jahre auf sich warten lassen, müssen Reisende vorerst mit weiteren Einschränkungen rechnen. Der Erfolg des Plans hängt davon ab, ob die notwendigen Mittel bereitgestellt werden und die Infrastruktur zuverlässiger wird.






