Bürgermeisterin Zupancic übernimmt Schirmherrschaft für jüdisch-christlichen Dialog in Moers
Nico PetersBürgermeisterin Zupancic übernimmt Schirmherrschaft für jüdisch-christlichen Dialog in Moers
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers erhält neue Unterstützung von Bürgermeisterin Julia Zupancic. Bei einem kürzlichen Treffen am 3. März 2026 übernahm sie offiziell die Schirmherrschaft über den Verein. Gleichzeitig wurde eine neue Broschüre vorgestellt, die sich mit der jüdischen Geschichte der Stadt beschäftigt.
Die Gesellschaft setzt sich seit Langem für die Stärkung der Beziehungen zwischen christlichen und jüdischen Gemeinden ein. Persönlichkeiten wie Heinz Kremers und Nikolaus Schneider wurden für ihr Engagement mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Ihre überregionalen Kontakte halfen dabei, diese renommierte Auszeichnung nach Moers zu holen.
Während der Veranstaltung präsentierte der Verein die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens", die die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse jüdischer Kultur in der Stadt dokumentiert. Zudem beleuchtet sie die frühe Geschichte der jüdischen Gemeinde in Moers. Die Publikation ist ab sofort für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen erhältlich.
Die Einbindung junger Menschen bleibt ein zentrales Anliegen der Gesellschaft. Lehrer und ehemalige Schüler wie Daniel Schirra und Julian Müller sind mittlerweile im Vorstand aktiv. Regelmäßige Kooperationen mit örtlichen Schulen helfen, die Arbeit der Organisation der jüngeren Generation näherzubringen.
Bürgermeisterin Zupancic bekräftigte ihr Engagement für die Bewahrung des jüdischen Erbes in Moers und den Kampf gegen Antisemitismus. Mit den Jugendprojekten der Gesellschaft und der neuen Broschüre soll diese Geschichte lebendig gehalten werden. Durch ihre Schirmherrschaft erhalten die Bemühungen des Vereins nun stärkeren öffentlichen Rückhalt.






