Bürgerinitiative fordert frühere Öffnung des Solinger Heidebads trotz Stadtplänen
Nico PetersBürgerinitiative fordert frühere Öffnung des Solinger Heidebads trotz Stadtplänen
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat die Pläne scharf kritisiert, das Heidebad-Freibad in Ohligs bis Ende Mai geschlossen zu halten. Die Initiative wirft der Stadt vor, mit der verzögerten Öffnung die Bedürfnisse von Familien und Sportlern zu ignorieren. Ein Sprecher der BfS bezeichnete den Zeitplan als "völlig an der Realität vorbeigehend" und nicht im Einklang mit den Forderungen der Bürgerschaft.
Besonders bemängelt die BfS die Entscheidung, die Eröffnung des Bades erst auf den 30. oder 31. Mai zu verschieben – obwohl warmes Wetter oft schon Anfang Mai einsetze. Raphael Bender, sportpolitischer Sprecher der Organisation, betonte, dass Anwohner und Vereine in dieser Zeit wertvolle Nutzungsmöglichkeiten entgingen. Zudem verwies er auf verlorenes Potenzial an den langen Mai-Wochenenden, an denen das Bad hätte genutzt werden können.
Die Gruppe stellte die Begründungen des Badbetreibers infrage und warf ihm vor, keine stichhaltigen Argumente für die Verzögerung vorgelegt zu haben. Auf einer jüngsten Sitzung des Sportausschusses argumentierte Bender, der Betreiber habe keine überzeugenden Gründe genannt. Zudem warf er der zuständigen Stadträtin Dagmar Becker vor, sich nicht konstruktiv an der Diskussion zu beteiligen.
Bender ging noch weiter und behauptete, Becker habe sich respektlos geäußert und BfS-Mitglieder persönlich angegriffen. Die Organisation fordert nun sowohl den Betreiber als auch die Stadtverwaltung auf, ihre Haltung zu überdenken. Ihr Vorschlag sieht vor, das Bad bereits Anfang Mai zu öffnen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
Die BfS betont, dass das Heidebad eine zentrale Rolle als gemeinsamer Freizeit- und Erholungsort für die gesamte Solinger Bevölkerung spiele. Die Initiative plädiert für eine flexiblere Handhabung der Öffnungszeiten, um das Bad bei geeignetem Wetter früher zugänglich zu machen. Bisher haben weder der Betreiber noch die Stadtverwaltung auf die Kritik reagiert.






