Bundesliga-Streit: Warum der Kölner Rasen Trainer Hjulmand auf die Palme bringt
Tim WeberBundesliga-Streit: Warum der Kölner Rasen Trainer Hjulmand auf die Palme bringt
Trockener Rasen im Kölner Stadion entfacht Debatte zwischen Bundesliga-Trainern
Der ausgedörrte Platz im Kölner Stadion hat eine Diskussion zwischen Trainern der Bundesliga ausgelöst. Bayer Leverkusens Kasper Hjulmand kritisierte die Bedingungen scharf und bezeichnete die Spielfläche nach dem Spiel seiner Mannschaft als "knochenhart trocken". Derweil wies Kölns René Wagner Vorwürfe zurück, räumte aber ein, dass die Rasenpflege im Stadion notorisch schwierig sei.
Nach dem jüngsten Bundesliga-Duell äußerte Leverkusens Cheftrainer Hjulmand seine Verärgerung über den Zustand des Platzes. Er behauptete, die trockene Oberfläche habe das Spiel verlangsamt, und deutete sogar an, der Rasen könnte absichtlich bewässert und dann wieder ausgetrocknet worden sein. Später relativierte Hjulmand seine Aussagen, ohne jedoch direkte Schuldzuweisungen zu machen.
Kölns Trainer René Wagner reagierte mit Humor und scherzte, die Sonne könne schuld sein. Er wies jeden Vorwurf der Manipulation entschieden zurück, entschuldigte sich aber, falls sein Verhalten Anlass zu Misstrauen gegeben habe. Laut dem DFL-Rasenpflegehandbuch sind Anpassungen an Wetter und Mikroklima zwar erlaubt – was die Sache jedoch komplexer macht.
Das Problem ist nicht neu: Der Kölner Rasen neigt dazu, schnell auszutrocknen, was die Pflege zu einer ständigen Herausforderung macht. Dies steht im Kontrast zu Leverkusen, dessen Platzwart-Team in der vergangenen Saison zum "Platz des Jahres" gekürt wurde – ein deutlicher Unterschied in der Qualität der Spielfeldbedingungen zwischen den Vereinen.
Der Streit wirft ein Schlaglicht auf ein wachsendes Problem in Köln, wo trockene Plätze zunehmend zur lokalen Schwierigkeit werden. Zwar gab es keine Beweise für vorsätzliches Fehlverhalten, doch der Vorfall stellt Fragen zur Rasenpflege in der Bundesliga. Beide Seiten haben die Angelegenheit vorerst ad acta gelegt, doch die Debatte könnte wieder aufflammen, sollten sich die Bedingungen weiter verschlechtern.






