Branchenübereinkunft soll tödliche Stromunfälle in Deutschland stoppen
Sebastian SchulteBranchenübereinkunft soll tödliche Stromunfälle in Deutschland stoppen
Neue Vereinbarung soll Stromunfälle in Deutschland reduzieren – nach alarmierenden Zahlen aus 2023
Am 12. Februar unterzeichneten der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) eine branchenweite Vereinbarung, um strengere Sicherheitsvorschriften durchzusetzen. Der Schritt folgt auf 4.492 Stromunfälle im vergangenen Jahr, darunter drei tödliche Arbeitsunfälle durch Stromschläge.
Jeder der Unfälle im Jahr 2023 ereignete sich, weil mindestens eine der fünf grundlegenden Sicherheitsregeln missachtet wurde. Bei 562 der 4.492 Vorfälle mussten Beschäftigte mindestens drei Tage lang ausfallen. Rund 4.000 solche Unfälle geschehen jährlich in Deutschland.
Der ZVEH, der 48.225 Unternehmen mit über 524.000 Beschäftigten vertritt, hat sich mit der BG ETEM zusammengeschlossen, die vier Millionen Arbeitnehmer in 200.000 Betrieben versichert. Martin Böhm, Vizepräsident des ZVEH und Vorstandsmitglied der BG ETEM, betonte, dass Berufe mit hohem Risiko eine konsequente Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen erfordern.
Jörg Botti, Vorstandsvorsitzender der BG ETEM, bezeichnete unsichere Arbeitsbedingungen als inakzeptabel und potenziell tödlich. Um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen, will die Berufsgenossenschaft ihre Aufklärungskampagnen ausbauen – unter anderem durch Online-Marketing und Kooperationen mit Influencern.
Die Vereinbarung stärkt die Umsetzung der fünf Sicherheitsregeln, um künftige Unfälle zu verhindern. Durch strengere Kontrollen und eine breitere Aufklärung streben beide Organisationen an, Verletzungen und Todesfälle zu verringern. Die Initiative zielt auf nachhaltige Verbesserungen der elektrischen Arbeitssicherheit ab.






