Bergisch Gladbach setzt "Bauturbo" gegen Wohnungsnot ein – diese Projekte profitieren
Sebastian SchulteBergisch Gladbach setzt "Bauturbo" gegen Wohnungsnot ein – diese Projekte profitieren
Bergisch Gladbach will mehrere stockende Wohnbauprojekte mit neuem „Bauturbo“ beschleunigen
Die Stadt will mehrere seit Langem blockierte Wohnungsbauvorhaben mit Hilfe der neuen „Bauturbo“-Verordnung vorantreiben. Trotz verfügbarer Flächen verschärft sich die Wohnungsnot – viele Grundstücke blieben bisher wegen strenger Auflagen ungenutzt. Im kommenden Stadtrat stehen nun mehrere Projekte auf der Agenda, die durch die gelockerten Regelungen realisierbar werden.
Eines der Vorhaben betrifft ein brachliegendes Grundstück zwischen der Paffrather Straße und dem Einkaufszentrum Rhein-Berg Passage. Hier sollen ein Wohnblock mit 19 Wohnungen sowie sieben Einzelgaragen entstehen.
Ein weiterer Antrag zielt auf die ehemalige Schlosserei Rodenbach in der Rommerscheider Straße ab. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage. Die „Bauturbo“-Regelung löst dabei ein langjähriges Zugangsproblem: Die direkte Zufahrt zur Garage von der Rommerscheider Straße aus macht eine separate Erschließungsstraße überflüssig.
Auch die Erweiterung des Schloss Centers wird von der Stadt unterstützt. Die BIG Bensberg GmbH will alles oberhalb des dritten Stockwerks abreißen und drei neue Etagen mit 59 altersgerechten Wohnungen errichten. Für die Verwaltung ist dies ein sinnvoller Beitrag zur verdichteten Stadtentwicklung.
Zudem hat das Projekt „Kalköfen Carrée“ unter den neuen Bestimmungen grünes Licht erhalten. Das Vorhaben soll eine lange brachliegende Innenstadtfläche aktivieren und so die Wohnungsnot lindern. Ebenfalls auf der Tagesordnung steht eine informelle Anfrage für acht Wohneinheiten an der Kreuzung Im Pippelstein/Lachsweg im Stadtteil Lustheide.
Dank des „Bauturbos“ erhalten Projekte neue Chancen, die zuvor als undurchführbar galten. Die Stadtverwaltung erwartet, dass die Maßnahmen den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern. Eine Zustimmung im anstehenden Rat wäre ein wichtiger Schritt, um leerstehende Grundstücke endlich zu nutzen.






