08 June 2026, 22:14

Automobil-Logistik im Umbruch: Wie Zusammenarbeit und KI die Branche revolutionieren

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Automobil-Logistik im Umbruch: Wie Zusammenarbeit und KI die Branche revolutionieren

Branchenführer trafen sich kürzlich, um drängende Herausforderungen in der Automobil-Logistik zu erörtern. Die Konferenz betonte die Notwendigkeit besserer Zusammenarbeit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferketten. Führungskräfte großer Automobilhersteller und Logistikunternehmen stellten ihre Strategien vor, um Verzögerungen, Ineffizienzen und künftige Marktanforderungen zu bewältigen.

Oliver Bronder, Geschäftsführer für Fahrzeuglogistik bei der VW Group Logistics, unterstrich die Bedeutung von eigenem Asset-Besitz anstelle der Abhängigkeit von Drittanbietern. Seiner Ansicht nach könnte die direkte Kontrolle über Lkw und Schiffe die Zuverlässigkeit erhöhen – auch wenn Hafenstaus und Engpässe im Netzwerk weiterhin Risiken bergen. Sein Aufruf zu einer Taskforce-Strategie zielt darauf ab, Störungen zu verringern und umweltfreundlichere Transportlösungen voranzutreiben.

Torsten Müller, Senior Director Supply Chain International bei Audi, unterstützte die Forderung nach klareren Investitionsstrategien. Er rief Unternehmen dazu auf, digitale Partnerschaften zu priorisieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Abläufe zu optimieren. Henner Lehne, Vizepräsident für Global Vehicle Forecasting bei S&P Global Mobility, analysierte unterdessen die übergeordneten Trends, die Produktions- und Lieferkettenentscheidungen prägen.

Zusammenarbeit kristallisierte sich als zentrales Thema heraus: Levent Yuksel, Direktor für Frachtoperationen bei Jaguar Land Rover, setzte sich für engere Verbindungen zwischen Herstellern, Zulieferern und Logistikpartnern ein. Er betonte, dass Datenaustausch und gemeinsame Zielsetzungen entscheidend seien, um Effizienz- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Andreas Enger, CEO von Höegh Autoliners, bekräftigte dies und warnte, dass die Branche ohne kollektives Handeln Gefahr laufe, frühere Fehler zu wiederholen.

Im Bereich Technologie erläuterte Gabriel Werner, Vizepräsident für Produktion bei Blue Yonder, das Potenzial von KI, Lieferketten zu revolutionieren. Er wies darauf hin, dass eine erfolgreiche Umsetzung von einem sorgfältigen Datenmanagement abhängt. Sabine Isenbort, Leiterin der Inbound-Logistik bei Ford Europa, lenkte den Fokus auf die Personalentwicklung und ermutigte Fachkräfte, eine proaktive Haltung für die Karriereförderung einzunehmen.

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Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Bekenntnis zu langfristigen Partnerschaften. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Ausbau von Kooperationen und die Nutzung gemeinsamer Ressourcen für zukünftige Resilienz und Wachstum unverzichtbar seien.

Die Diskussionen unterstrichen einen Wandel hin zu mehr Eigenverantwortung für Assets, Digitalisierung und tieferer branchenübergreifender Zusammenarbeit. Automobilhersteller und Logistikdienstleister streben nun nach Investitionen in gemeinsame Strategien, die Geschwindigkeit, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz in Einklang bringen. Konkrete Maßnahmen wie Taskforces und der Einsatz von KI werden voraussichtlich die nächste Entwicklungsphase der Branche prägen.

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