14 April 2026, 12:18

ARD setzt auf Gaming: Wie Roblox und ein neues Netzwerk junge Zuschauer gewinnen sollen

Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das die Verantwortung von Social-Media-Plattformen für Experimente an Kindern zum Profit betont, verziert mit Sternen.

ARD setzt auf Gaming: Wie Roblox und ein neues Netzwerk junge Zuschauer gewinnen sollen

Die ARD startet Initiative, um mit Gaming jüngere Zielgruppen zu erreichen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender hat auf der Gamescom das ARD-Games-Netzwerk vorgestellt und dort sein erstes Spiel für die Plattform Roblox präsentiert. Mit diesem Schritt will die ARD die wachsende Gaming-Szene in Deutschland erschließen, in der fast 50 Millionen Menschen regelmäßig spielen.

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Das ARD-Games-Netzwerk wird seine Arbeit in vier zentrale Bereiche gliedern: Strategie, Community, Kultur und Wachstum. Durch die Bündelung seiner Gaming-Projekte hofft der Sender, neue Zuschauer zu gewinnen und bestehende zu binden. Kai Gniffke, Intendant des SWR, betonte das Potenzial digitaler Spiele für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und bezeichnete sie als Möglichkeit, innerhalb des gesetzlichen und medienpolitischen Auftrags der ARD neue Perspektiven zu erkunden.

Die Gaming-Community in Deutschland ist vielfältig – das Geschlechterverhältnis ist nahezu ausgeglichen, und der durchschnittliche Spieler ist etwa 38 Jahre alt. Dies zeigt, dass das Publikum weit über jüngere Altersgruppen hinausreicht. Die ARD plant, ihre eigene Spieleentwicklung in Zukunft auszubauen, und sieht darin eine strategische Maßnahme, um in einer sich wandelnden Medienlandschaft relevant zu bleiben.

Auf der Gamescom präsentierte die ARD ihr erstes Roblox-Spiel und setzte damit einen konkreten Schritt in Richtung interaktiver Unterhaltung. Der strukturierte Ansatz des Netzwerks deutet auf ein langfristiges Engagement im Gaming-Bereich als Instrument der Zuschauerbindung hin.

Das ARD-Games-Netzwerk wird in mehreren Clustern arbeiten, um eine nachhaltige Präsenz in der Gaming-Welt aufzubauen. Da fast die Hälfte der Bevölkerung digitale Spiele nutzt, sieht der Sender hier die Chance, seine Außenwirkung zu modernisieren. Die Initiative passt zu dem Ziel der ARD, sich an neue Medientrends anzupassen, ohne dabei ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag aus den Augen zu verlieren.

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