02 May 2026, 08:14

Apotheker fordern dringende Nachbesserungen bei der geplanten Apothekenreform

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikanerinnen und Amerikanern für dieselben Medikamente zwei bis drei Mal so viel berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Apotheker fordern dringende Nachbesserungen bei der geplanten Apothekenreform

Der Bundesverband der Deutschen Apotheker, die ABDA, hat dringende Änderungen an der bevorstehenden Apothekenreform gefordert. Auf einer heutigen Mitgliederversammlung betonte Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR), die Notwendigkeit letzter Anpassungen am Gesetzesentwurf. Er bezeichnete die aktuelle Lage als einen kritischen Wendepunkt für die Gesundheitsversorgung in Deutschland, wo das Angebot kaum mit der wachsenden Nachfrage Schritt halten könne.

Hoffmann skizzierte den Zeitplan der Reform: Am 17. Dezember soll das Kabinett den Entwurf beraten, gefolgt von der ersten Lesung im Bundestag bis Ende Januar. Statt öffentlicher Proteste setzt die ABDA auf direkte Gespräche mit Politikern, um eine weitere Zuspitzung der Lage zu vermeiden.

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Der ABDA-Vorstand hat fünf zentrale Forderungen an das Gesetz formuliert, die er als unverzichtbar für das Überleben der Apotheken und ein stabiles ordnungspolitisches Rahmenwerk bezeichnet. Die Strategie wird nahezu wöchentlich verfeinert. An erster Stelle steht eine höhere Festvergütung, ergänzt durch alternative Finanzierungsmodelle, um den Apotheken Einnahmen zwischen 800 und 900 Millionen Euro zu sichern. Die zweite zentrale Forderung ist die Streichung des Verbots von Barzahlungsrabatten.

Bereits zu Jahresbeginn hatte der Apothekerberuf ein Positionspapier zu künftigen Entwicklungen vorgelegt und damit Hoffnungen auf eine bessere Vergütung im Rahmen der Koalitionsvereinbarung geweckt. Hoffmann machte deutlich, dass faire Bezahlung oberste Priorität in der Reform bleiben müsse.

Die ABDA hat Protestaktionen bis zum 17. Dezember ausgesetzt und setzt stattdessen auf den fortlaufenden Dialog mit den Abgeordneten. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, die finanzielle Stabilität der Apotheken zu sichern und sie an die sich wandelnden Anforderungen im Gesundheitswesen anzupassen. Über das Ergebnis der Reform wird in den kommenden Wochen verhandelt.

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