Algen als Textil-Revolution: Wie Algacore die Modeindustrie nachhaltig verändern will
Paul MaierAlgen als Textil-Revolution: Wie Algacore die Modeindustrie nachhaltig verändern will
Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Die Nachfrage nach Naturfasern steigt, während die Kritik an synthetischen Materialien immer lauter wird. Das neue Projekt Algacore geht diese Herausforderung an, indem es Grünalgen als nachhaltige Alternative für die Textilproduktion erforscht.
Unter der Leitung von Leon Blanckart entwickelt das Algacore-Projekt eine innovative Faserquelle auf Basis von Süßwasseralgen. Die Initiative knüpft an frühere Forschungen des AlgaTex-Projekts an, das fadenförmige Grünalgen als mögliche Faser der Zukunft untersuchte. In den kommenden 18 Monaten wird das Team nachweisen, dass erneuerbare Rohstoffe ökologisch verträgliche und industriell nutzbare Materialien hervorbringen können.
Das Vorhaben erhält rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm, das technologieorientierte Start-ups mit hohem Potenzial fördert, die aus Universitäten und Forschungseinrichtungen hervorgehen. Mit dieser Unterstützung will das Algacore-Team in den nächsten Monaten die Grundlagen für ein eigenes Unternehmen schaffen.
Die heutige Textilproduktion basiert stark auf Baumwolle, deren Anbau enorme Mengen an Wasser, Ackerland und Pestiziden erfordert. Synthetische Fasern hingegen stammen aus endlichen Ressourcen und setzen oft Mikroplastik frei. Algacore setzt auf Grünalgen als nachhaltigen Rohstoff, um der Branche eine umweltfreundlichere Grundlage zu bieten.
Ziel des Projekts ist es, die Textilherstellung mit einer erneuerbaren und ökologischen Lösung zu revolutionieren. Gelingt dies, könnten die algenbasierten Fasern die Abhängigkeit von ressourcenintensiver Baumwolle und nicht nachwachsenden Synthetikfasern verringern. In den nächsten 18 Monaten wird sich zeigen, ob dieser Ansatz industriellen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird.






