06 May 2026, 03:07

Aldi Süd verliert Prozess wegen täuschender Rabattpreise vor Gericht

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der besagt: "Die Biden-Harris-Regierung schlägt eine Regel vor, die es Unternehmen verbietet, versteckte und irreführende Gebühren zu erheben."

Aldi Süd verliert Prozess wegen täuschender Rabattpreise vor Gericht

Aldi Süd unterliegt in Rechtsstreit um irreführende Rabattpreise

Das Landgericht Düsseldorf hat entschieden, dass die Supermarktkette Aldi Süd gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen hat, indem sie gefälschte empfohlene Preise beworben hat. Die Klage war von Verbraucherrechtorganisationen eingereicht worden, die der Ansicht waren, dass die Praxis Kundinnen und Kunden täuscht.

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Das Gericht stellte fest, dass Aldi Süd in Werbeaktionen Preise durchgestrichen hatte, ohne den tatsächlichen niedrigsten Preis der letzten 30 Tage anzugeben. Nach der Preisangabenverordnung müssen Händler bei Rabattaktionen den niedrigsten jüngsten Preis ausweisen. Stattdessen nutzte die Supermarktkette erfundene empfohlene Preise, wodurch die Rabatte größer erschienen, als sie tatsächlich waren.

Verbraucherschutzorganisationen hatten rechtliche Schritte eingeleitet, die zu diesem Urteil führten. Die Entscheidung verbietet Aldi Süd, diese Preispraxis fortzuführen, und setzt damit einen Präzedenzfall für ähnliche Fälle. Sie sendet eine klare Botschaft an andere Händler, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten.

Der Konkurrent Lidl, ebenfalls ein Discounter, sah sich bereits mit ähnlicher Kritik und juristischen Rückschlägen wegen vergleichbarer Preistaktiken konfrontiert. Das Ergebnis dieses Verfahrens könnte Händler dazu veranlassen, ihre Marketingstrategien zu überprüfen, um rechtliche Risiken zu vermeiden und das Vertrauen der Kunden zu wahren.

Aldi Süd hat die Möglichkeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Sollte der Fall vor das Oberlandesgericht Düsseldorf gelangen, könnten weitere Debatten über Transparenz bei Einzelhandelspreisen folgen.

Die Entscheidung des Gerichts unterstreicht die Notwendigkeit fairer Preispolitik im Handel. Verbraucher können nun klarere und zuverlässigere Informationen zu Rabatten erwarten. Gleichzeitig erhöht das Urteil den Druck auf andere Händler, sich an die gesetzlichen Regelungen zu halten – oder mit rechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Quelle