Agostea-Club in Koblenz schließt – skurrile Auktionsstücke begeistern Europa
Paul MaierAgostea-Club in Koblenz schließt – skurrile Auktionsstücke begeistern Europa
Der legendäre Agostea-Club in Koblenz hat geschlossen – doch sein Erbe lebt in einer Reihe von Auktionen weiter. Über 100 ungewöhnliche Stücke – von einer Discokugel bis hin zu einer Ritterrüstung – sind unter den Hammer gekommen und haben Bieter aus ganz Europa angelockt.
Die erste Versteigerung fand Ende März statt und bot skurrile Objekte wie eine Slush-Eis-Maschine und eine mittelalterliche Plattenrüstung. Das Interesse war groß: Käufer aus Belgien, Rumänien und der Schweiz gaben Gebote ab. Ein Ingenieur aus Zürich reiste sogar extra nach Koblenz, um seine Slush-Eis-Maschine abzuholen – in der irrtümlichen Annahme, die Stadt liege in der Schweiz.
Nun läuft eine zweite Auktion mit mehr als 100 weiteren Objekten, darunter eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege. Die Gebote können noch bis zum 13. Mai abgegeben werden.
Während viele Stücke Koblenz bereits verlassen haben, bleiben einige in der Stadt. Lokale Unternehmen haben Andenken erworben, um die Erinnerung an den Club zu bewahren. Die Zukunft des leeren Agostea-Gebäudes ist hingegen noch ungewiss. Zwar wird über ein gastronomisches Konzept nachgedacht, doch über Format und Betreiber steht noch keine endgültige Entscheidung.
Die Auktionen geben Fans und Sammlern die Möglichkeit, sich ein Stück Agostea-Geschichte zu sichern. Bis Mitte Mai laufen die Gebote weiter – dann finden weitere Exponate neue Besitzer. Für das Gebäude selbst steht jedoch noch kein konkretes Konzept für die nächste Nutzung fest.






