02 April 2026, 16:17

AfD gewinnt bei Spätaussiedlern und Deutsch-Polen – doch nicht überall

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Zukunft ist ein Mensch Neustar ima" vor dem Reichstaggebäude in Berlin, Deutschland, mit seinen architektonischen Details und umgeben von Flaggen unter einem bewölkten Himmel.

AfD gewinnt bei Spätaussiedlern und Deutsch-Polen – doch nicht überall

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt verschobene politische Bindungen unter den Migrantengemeinschaften in Deutschland. Die auf über 3.000 Interviews basierende Untersuchung belegt, dass die AfD in bestimmten Gruppen an Zuspruch gewinnt, während traditionelle Parteien an Rückhalt verlieren. Die Unterstützung variiert dabei stark je nach Herkunft: Manche Gemeinschaften stehen der rechtspopulistischen Partei deutlich aufgeschlossener gegenüber als andere.

Die AfD liegt inzwischen in zwei zentralen Gruppen an der Spitze: bei Spätaussiedlern und Menschen polnischer Abstammung. Unter Spätaussiedlern kommt die Partei auf 31 Prozent – vor der Union mit 25 Prozent. Auch bei Personen mit polnischen Wurzeln führt die AfD mit 33 Prozent, während Union und SPD auf die Plätze zwei und drei verwiesen werden.

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Russlanddeutsche zeigen eine moderate Zustimmung zur AfD mit 14 Prozent – gleichauf mit der Union, aber weit hinter der SPD, die hier mit 43 Prozent dominiert. Bei Deutschtürken hingegen kommt die AfD lediglich auf 8 Prozent, ebenso wie die Grünen. Hier bleibt die SPD mit 35 Prozent unangefochten führend.

Die Studie hebt aktuelle Erfolge der AfD in Nordrhein-Westfalen hervor, wo die Partei in mehreren Ruhrgebietsstädten auf Platz zwei oder sogar eins landete. Zudem wird ein übergeordneter Trend deutlich: Die Union hat bei Nachkommen polnischer und russischer Migranten an Unterstützung eingebüßt, während die SPD ihre Position unter Russlanddeutschen weiter stärken konnte.

Die Ergebnisse bestätigen die wachsende Anziehungskraft der AfD in bestimmten Migrantengruppen, insbesondere bei Spätaussiedlern und Deutsch-Polen. Bei Deutschtürken bleibt ihr Einfluss jedoch begrenzt – hier haben SPD und Grüne deutlich mehr Gewicht. Die Daten spiegeln eine zersplitterte politische Landschaft wider, in der sich kein einheitliches Muster über alle Gemeinschaften hinweg erkennen lässt.

Quelle